Okt. 30, 2026 | Aktuelles
Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten beim dritten Nachwuchsarchitekt:innentag „NAT:26“ am 23. und 24. Oktober 2026 in Karlsruhe über die Zukunft der planenden Berufe. Ihre zentralen Anliegen: bestehende Gebäude erhalten, demokratische Grundwerte stärken und den Berufseinstieg verbessern. „Der Nachwuchs stellt nicht nur die richtigen Fragen, sondern bringt neue Perspektiven und konkrete Antworten mit“, betonte Stephan Weber, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architektenkammer Baden-Württemberg. Diese war neben den Kammern Rheinland-Pfalz und Saarland, der BAK und nexture+ Mitveranstalterin. Aus dem BFB-Gesprächsforum „Junge Freie Berufe“ waren Bauingenieurin Maike Grüneberg, entsandt von der Bundesingenieurkammer, und Ing. Architektin Julia Caroline Huckenbeck, entsandt von der BAK, dabei, aus dem BFB-Team Petra Kleining, die das Forum betreut. Vor Ort gab es auch einen Austausch mit dem Team der AIA AG, Versicherungsspezialist für Architektur- und Ingenieurbüros. Die AIA unterstützte den ersten „Tag der jungen Freien Berufe“ (TdjFB). Der nächste TdjFB ist geplant für den 17. September 2027 ab spätem Mittag in Berlin. Weitere Informationen dazu folgen. Interessierte können sich gerne schon jetzt unter veranstaltung@freie-berufe.de melden.
Okt. 30, 2026 | Aktuelles
Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission legte am 28. Oktober 2026 ihren Endbericht vor. Sie empfiehlt unter anderem, das Rentenniveau vor Steuern schrittweise von 48 auf 50 und später auf 53 Prozent anzuheben, alle Arbeitgeber zu einer Betriebsrente in Höhe von zwei Prozent des Bruttolohns zu verpflichten und Selbstständige schrittweise in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Finanziert werden soll das über leicht erhöhte Beiträge und einen steuerfinanzierten Demografiezuschuss des Bundes. Der BFB lehnt die Vorschläge ab. „Es ist unverantwortlich und unseriös, das Rentenniveau weiter zu steigern und den Arbeitgebern, gerade den kleinen Betrieben, neue Lasten aufzubürden“, sagte BFB-Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki in einer Pressemitteilung. Eine obligatorische Betriebsrente gefährde zudem das Sozialpartnermodell, das gerade weiterentwickelt werden solle. Selbstständige, die eigenverantwortlich vorsorgen, entlasteten das Rentensystem und finanzierten über ihre Steuern die Zuschüsse zur gesetzlichen Rente mit. Der BFB fordert eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige mit Wahlfreiheit, den Erhalt der berufsständischen Versorgung und mehr Kapitaldeckung.
Okt. 23, 2026 | Aktuelles
Für 75 Prozent der befragten Unternehmen ist die fehlende Verwaltungsdigitalisierung ein internationaler Standortnachteil. Das zeigt eine am 12. Oktober 2026 veröffentlichte repräsentative Bitkom-Befragung von Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Nur zwei Prozent können ausschließlich digital mit Behörden kommunizieren. 43 Prozent sehen in der wiederholten Bereitstellung derselben Daten ein großes Problem. Der BFB fordert durchgängig digitale, praxistaugliche Verfahren, funktionierende Schnittstellen und die einmalige Erfassung von Daten nach dem Once-Only-Prinzip. Dabei müssen insbesondere die kleinen freiberuflichen Einheiten berücksichtigt sowie Datenschutz und Berufsgeheimnis gewahrt werden. Weniger Verwaltungsaufwand schafft mehr Zeit für Beratung, Behandlung und Betreuung.
Okt. 23, 2026 | Aktuelles
Die Beschäftigung in Berufen, deren Tätigkeiten potenziell stark von Künstlicher Intelligenz (KI) beeinflusst werden können, ist in Deutschland zwischen Dezember 2019 und Dezember 2025 um 8,3 Prozent gestiegen. Das zeigt eine am 13. Oktober 2026 veröffentlichte Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Ende 2025 übten rund 12,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sogenannte KI-nahe Tätigkeiten aus. Besonders hoch ist deren Anteil unter Beschäftigten mit anspruchsvollen Tätigkeiten: Bei den Experten liegt er bei 88 Prozent, bei den Spezialisten bei 50 Prozent. Hinweise auf einen verstärkten Arbeitsplatzabbau in KI-nahen Berufen finden sich bislang nicht. Auch das Arbeitslosigkeitsrisiko unterscheidet sich kaum von dem in KI-fernen Berufen. Eine Entwarnung gibt das IW dennoch nicht: Die Untersuchung erfasst das Potenzial für den KI-Einsatz, nicht aber dessen tatsächliche Nutzung. Zudem könnten sich Auswirkungen auf die Beschäftigung erst mit Verzögerung zeigen.
Okt. 23, 2026 | Aktuelles
Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung vergangene Woche mitteilte, steigt die Mindestausbildungsvergütung in Deutschland ab 2027 im ersten Ausbildungsjahr auf 764 Euro brutto im Monat. Das entspricht einer Erhöhung von etwa 5,6 Prozent im Vergleich zu 2026. Im zweiten Ausbildungsjahr erhalten Auszubildende mindestens 902 Euro, im dritten 1.031 Euro und im vierten 1.070 Euro monatlich. Das Berufsbildungsgesetz sieht vor, dass die Mindestausbildungsvergütung für das erste Ausbildungsjahr jährlich angepasst wird. Sie richtet sich nach der Steigerung der durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen in den beiden vorangegangenen Jahren. Für das zweite bis vierte Ausbildungsjahr gibt es gesetzlich festgelegte prozentuale Aufschläge auf die Mindestvergütung des ersten Ausbildungsjahres. Den BIBB-Berechnungen zufolge erhält der weitaus größte Teil der Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung deutlich oberhalb der Mindestausbildungsvergütung.
Okt. 9, 2026 | Aktuelles
Wie das Statistische Bundesamt am 6. Oktober 2026 mitteilte, blieben im Wintersemester 2025/26 knapp 70 Prozent der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in dem Bundesland, in dem sie auch ihre Hochschulreife erworben hatten. Besonders hoch war der Anteil in Nordrhein-Westfalen mit 82 Prozent, was unter anderem mit dem vielfältigen Hochschulangebot im Land zusammenhängt. Am niedrigsten war der Anteil in Brandenburg mit 33 Prozent. Von dort wechselten 32 Prozent zum Studium nach Berlin. Von den rund 308.000 Studienanfängerinnen und Studienanfängern mit in Deutschland erworbener Hochschulzugangsberechtigung hatte ein Viertel die Hochschulreife in Nordrhein-Westfalen erworben. Weitere 14 Prozent stammten aus Baden-Württemberg und elf Prozent aus Bayern.