Studienanfänger bleiben meist im eigenen Bundesland

Studienanfänger bleiben meist im eigenen Bundesland

Wie das Statistische Bundesamt am 6. Oktober 2026 mitteilte, blieben im Wintersemester 2025/26 knapp 70 Prozent der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in dem Bundesland, in dem sie auch ihre Hochschulreife erworben hatten. Besonders hoch war der Anteil in Nordrhein-Westfalen mit 82 Prozent, was unter anderem mit dem vielfältigen Hochschulangebot im Land zusammenhängt. Am niedrigsten war der Anteil in Brandenburg mit 33 Prozent. Von dort wechselten 32 Prozent zum Studium nach Berlin. Von den rund 308.000 Studienanfängerinnen und Studienanfängern mit in Deutschland erworbener Hochschulzugangsberechtigung hatte ein Viertel die Hochschulreife in Nordrhein-Westfalen erworben. Weitere 14 Prozent stammten aus Baden-Württemberg und elf Prozent aus Bayern.

Bürokratiekosten: Autoren kritisieren Lücken in der Erfassung

Bürokratiekosten: Autoren kritisieren Lücken in der Erfassung

Die tatsächlichen Bürokratiekosten werden nach Einschätzung von Friedhelm Gross, Jonathan Hild und Stefan Kolev vom Ludwig-Erhard-Forum bislang unzureichend erfasst. In einem FAZ-Gastbeitrag vom 5. Oktober 2026 verwiesen sie auf die zunehmende Regelungsdichte: Die Zahl der Einzelnormen in deutschen Gesetzen und Rechtsverordnungen sei zwischen 1991 und 2026 um 27 Prozent, das Wortvolumen um 81,7 Prozent gestiegen. Die Kennzahl des laufenden Erfüllungsaufwands erfasse lediglich Veränderungen gegenüber der geltenden Rechtslage. Kosten des bestehenden Regelwerks, Wechselwirkungen zwischen Vorschriften und entgangene Investitionen blieben unberücksichtigt; EU-Recht werde nicht vollständig erfasst. Die Autoren plädieren für eine umfassendere quantitative Bürokratieforschung als Grundlage wirksamer Entlastung.

BFB-Konjunkturbefragung gestartet

BFB-Konjunkturbefragung gestartet

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) führt erneut seine Konjunkturbefragung durch. Ihre Teilnahme ist wichtig, damit belastbare Erkenntnisse zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und ihrer Entwicklung gewonnen werden können.

Die Befragung beansprucht ca. 12 Minuten Ihrer Zeit und ist bis 02.11.2026 zugänglich.

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Gesellschaftlicher Zusammenhalt verbessert sich

Gesellschaftlicher Zusammenhalt verbessert sich

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland erholte sich nach dem deutlichen Rückgang 2023 wieder etwas. Das zeigt der am 29. September 2026 veröffentlichte Religionsmonitor 2026 der Bertelsmann Stiftung. Der Gesamtindex steigt von 46 Punkten in 2023 auf 51 Punkte in diesem Jahr, bleibt damit aber unter dem Niveau von 2017 und 2020. Besonders deutlich verbessern sich die sozialen Beziehungen. Auch die Bereitschaft, sich für andere und das Gemeinwohl zu engagieren, ist vergleichsweise stark ausgeprägt. Das politische Interesse erreicht mit 65 Punkten einen Höchststand. Auf niedrigem Niveau bleiben dagegen die Verbundenheit mit dem Gemeinwesen und das Vertrauen in die Bundesregierung. Das Gerechtigkeitsempfinden liegt mit 25 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit 2017. Für die Freien Berufe sind insbesondere die Befunde zu Gemeinwohlorientierung und gesellschaftlichem Engagement relevant. Sie zeigen, dass gesellschaftliche Verantwortung und freiwilliges Engagement weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Bundeskabinett beschließt Aktionsplan Nachhaltigkeit

Bundeskabinett beschließt Aktionsplan Nachhaltigkeit

Das Bundeskabinett beschloss am 30. September 2026 den Aktionsplan „Nachhaltigkeit für ein modernes und zukunftsfähiges Deutschland“. Er soll die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beschleunigen und stärker auf konkrete Ergebnisse ausrichten. Kern sind 20 ressortübergreifende Missionen, die bis zum Ende der Legislaturperiode Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Umwelt erreichen sollen. Zu den Handlungsfeldern zählen ein leistungsfähiger Staat und tragfähige Staatsfinanzen, eine leistungsfähige und nachhaltige Wirtschaft, gesellschaftlicher Zusammenhalt, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie internationale Verantwortung.

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert Unterstützung für duale Berufsausbildung

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert Unterstützung für duale Berufsausbildung

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert mit einem Antrag (21/8123) eine stärkere Unterstützung der beruflichen Bildung in Deutschland und bezeichnet sie als wichtiges Fundament der Gesellschaft. Dabei sollen junge Menschen und Ausbildungsbetriebe besser unterstützt werden, passende Ausbildungsplätze und Bewerber zusammenzubringen. Die Fraktion kritisiert unter anderem das geplante Auslaufen des Förderprogramms „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“. Außerdem soll der Pakt für berufliche Schulen zu einem Bund-Länder-Programm weiterentwickelt werden, um Berufsschulen und Ausbildungsstätten zu modernisieren. Darüber hinaus fordern die Grünen schnellere Anpassungen von Ausbildungsordnungen und mehr Möglichkeiten zur Nachqualifizierung für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss. Darüber berichtete der Deutsche Bundestag am 22. September 2026.

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