Dez 17, 2024 | Aktuelles
Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung Ende vergangener Woche mitteilte, wurde die Förderrichtlinie des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ (NIB) veröffentlicht. Damit werden Fördermittel zur Entwicklung, Erprobung und Umsetzung entsprechender Berufsbildungsmaßnahmen bereitgestellt. Die zur Förderung ausgewählten NIB-Transformationsprojekte sollen auf konkrete betriebliche Herausforderungen eingehen und dafür praxisorientierte Lösungen der beruflichen Bildung entwickeln. Diese sollen wissenschaftlich fundiert, leicht anwendbar und übertragbar sein. Interessentinnen und Interessenten können ihre Projektskizzen bis zum 15. Februar 2025 einreichen. Förderfähig sind unter anderem Kammern, Verbände, Bildungsträger, Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen. Weitere Informationen zum Förderangebot sowie zum Antragsverfahren finden sich hier.
Dez 17, 2024 | Aktuelles
Durch erhöhte Anforderungen müssen Angestellte 22 Prozent ihrer Arbeitszeit für bürokratische Tätigkeiten aufwenden. Dies geht aus einer Umfrage des ifo Instituts unter Führungskräften in Deutschland hervor, die am 4. Dezember 2024 publiziert wurde. Die Unternehmen berichteten laut der Autorinnen und Autoren vor allem von erheblichem Personalaufwand, der zur Einhaltung immer neuer gesetzlicher Auflagen benötigt werde. Nach bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Berechnungen des Instituts für Freie Berufe für den BFB zeigt sich eine höhere Betroffenheit für die Freien Berufe: Im Schnitt wenden sie 27 Prozent ihrer Wochenarbeitszeit für bürokratische Tätigkeiten auf, die nicht zu den Kernaspekten ihrer freiberuflichen Tätigkeit zählen.
Dez 17, 2024 | Aktuelles
Die Situation der Apotheken vor Ort ist extrem angespannt. Durch eine chronische Unterfinanzierung (das Apothekenhonorar stagniert auf dem Niveau von 2004), den Fachkräftemangel, einen ausgebliebenen Inflationsausgleich und die Lieferengpass-Krise müssen immer mehr Apotheken schließen. 2023 sind in Deutschland 500 Apotheken, davon 45 in Niedersachsen, weggefallen. Die Lage ist dramatisch – für die Apotheken, vor allem aber für die Bürgerinnen und Bürger, denn ihre Versorgung steht auf dem Spiel. Trotz erdrückender Faktenlage und trotz aller Proteste bleibt die Regierung bei ihrer Sparpolitik – das muss sich ändern!
Unsere Forderungen zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Apothekennetzes:
- Deutliche Erhöhung und Dynamisierung des Apothekenhonorars
- Inflationsausgleich, um die gestiegenen Kosten der vergangenen Jahre zu refinanzieren
- Skonti zwischen Großhandel und Apotheken wieder gesetzlich zulassen
- Eine finanzielle Soforthilfe für Apotheken
Unsere Forderungen zur Sicherung einer guten Arzneimittelversorgung:
- Mehr Entscheidungs- und Handlungsfreiheiten für die Apotheken, damit Patientinnen und Patienten bei einem Lieferengpass trotzdem schnell versorgt werden können
- Unbedingte Verhinderung von „Scheinapotheken“ ohne Apothekerinnen und Apotheker vor Ort
Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV)
Der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. (LAV) vertritt die wirtschaftlichen und be-rufspolitischen Interessen der niedersächsischen Apothekeninhaberinnen und Apothekeninha-ber in der Öffentlichkeit, gegenüber der Politik, den Partnern im Gesundheitswesen und den Medien. Dem Verband sind rund 1.655 Apotheken angeschlossen. Eine der Kernaufgaben des LAV ist der Abschluss von Arznei- und Hilfsmittelversorgungsverträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Der LAV setzt sich dabei für die Sicherung einer flächendeckenden und quali-tativ hochwertigen Arznei- und Hilfsmittelversorgung der Bevölkerung ein. Mit einem breiten Spektrum an regionalen und überregionalen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen stärkt der LAV die Funktion der Apothekerinnen und Apotheker als Heilberuflerinnen bzw. Heilberufler.
Kontakt:
Landesapothekerverband Niedersachsen e.V.
Rendsburger Str. 24
30659 Hannover
Telefon 0511/ 615 73 – 0
Telefax 0511/ 615 73 – 30
E-Mail: geschaeftsstelle@lav-nds.de
www.lav-nds.de
Geschäftsführender Vorstand Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender
Frank Germeshausen, stellv. Vorstandsvorsitzender
Dr. Mathias Grau, stellv. Vorstandsvorsitzender
Nov 25, 2024 | Aktuelles
Fünf Prozent der Unternehmen schulen alle Mitarbeitenden im Umgang mit ChatGPT & Co., 16 Prozent zumindest einen Großteil. Weitere 28 Prozent bieten Schulungen nur für ausgewählte Beschäftigte an, während 48 Prozent keine Weiterbildung zu KI ermöglichen. 61 Prozent der Erwerbstätigen hingegen zeigen großes Interesse an einer KI-Fortbildung. Das zeigt eine am 19. November 2024 veröffentlichte Umfrage des Digitalverbandes Bitkom.
Nov 25, 2024 | Aktuelles
Ärztinnen und Ärzte lassen sich – unabhängig von der Fachrichtung – meistens durch die Übernahme einer Einzelpraxis nieder. Das war 2022 sowie 2023 bei 51 Prozent der Existenzgründungen der Fall. Für eine Hausarztpraxis zahlten die Gründerinnen und Gründer durchschnittlich 110.100 Euro. Das zeigen die jüngsten Analysezahlen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank), die die ärztlichen Existenzgründungen 2022 und 2023 gemeinsam mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) ausgewertet hat. „Die Kaufpreise sind im Vergleich zu den Vorjahren nur geringfügig gestiegen. Vielmehr sind es die Investitionen (…), die die Kosten für eine hausärztliche Einzelpraxisübernahme weiter ansteigen lassen“, sagt Daniel Zehnich, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und Beteiligungen. Entsprechend war die Neugründung einer Einzelpraxis für Hausärztinnen und Hausärzte mit durchschnittlich 205.800 Euro an Gesamtinvestitionen die teuerste Art, sich niederzulassen. Solche Praxisgründungen finden allerdings mit zehn Prozent nur selten statt. Ob Neugründung oder Übernahme – insgesamt rund 60 Prozent der Existenzgründer entscheiden sich für eine Einzelpraxis, 40 Prozent wählen die Kooperation. Weitere Informationen und Details der Studie finden sich hier.
Nov 15, 2024 | Aktuelles
Das zeigt eine Studie des ifo Instituts im Auftrag der IHK für München und Oberbayern, die am 14. November 2024 veröffentlicht wurde. Grundlage für die Berechnungen ist ein „Bürokratie-Index“, der für eine Vielzahl von Ländern den Bürokratieaufwand in für die Wirtschaft und Unternehmen relevanten Bereichen multidimensional abbildet. In der Studie berechnen die Forschenden direkte und indirekte Kosten, die durch Bürokratie in Deutschland entstehen. Aufgrund dieser Methodik fallen die Gesamtkosten der Bürokratie mehr als doppelt so hoch aus als andere Schätzungen, wie die des Normenkontrollrats, der auf direkte Bürokratiekosten in Höhe von 65 Milliarden Euro pro Jahr kommt. „Würde Deutschland bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung auf das Niveau von Dänemark aufschließen, wäre die Wirtschaftsleistung um 96 Milliarden Euro pro Jahr höher“, so die Autorinnen und Autoren.