Migrationsbericht 2018: Deutschland bei Europäern beliebtes Ziel

Migrationsbericht 2018: Deutschland bei Europäern beliebtes Ziel

2018 sind mit 1,59 Millionen etwa so viele Menschen nach Deutschland gezogen wie schon im Vorjahr. Die Beweggründe für die Zuwanderung haben sich allerdings verändert. So sind weniger Menschen aus humanitären Gründen gekommen. Immer mehr zieht es nach Deutschland, um hier zu studieren oder zu arbeiten. Vor allem bei Europäern ist Deutschland beliebt: 2018 kamen zwei Drittel aller zugewanderten Personen aus einem europäischen Land. Gleichzeitig ist die Zahl der Asylanträge deutlich zurückgegangen. Das zeigt der aktuelle Migrationsbericht, den das Bundeskabinett nach Vorlage durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat am 8. Januar 2020 beschloss.

Verbesserte Förderbedingungen beim Weiterbildungsstipendium

Verbesserte Förderbedingungen beim Weiterbildungsstipendium

Beim Weiterbildungsstipendium erhöhte sich die Förderung zum Jahresbeginn 2020 deutlich: Ab 1. Januar 2020 steigt die maximale Förderhöhe von 7.200 auf 8.100 Euro für alle drei Förderjahre. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird in diesem Jahr knapp 30 Millionen Euro für das Programm ausgeben, somit werden jährlich 6.000 Weiterbildungsstipendien finanziert. Zudem können die Stipendiaten Intensivsprachkurse oder berufsbezogene Weiterbildungen auch im Ausland absolvieren. Der BFB ist zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks Gesellschafter der Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung, die seit 1991 in Zusammenarbeit mit den Kammern das Programm „Weiterbildungsstipendium“ verwaltet. Dieses richtet sich an sehr gute bis gute Absolventen der beruflichen Bildung im Alter bis 25 Jahren, die eine berufsbezogene Weiterbildung oder berufsbegleitendes Studium absolvieren möchten.

Mitarbeiterbindung

Mitarbeiterbindung

In Zeiten des Fachkräftemangels zeigen sich Arbeitgeber großzügig, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber, 55 Prozent, lockt Mitarbeiter mit der neuesten Generation von Smartphone, Tablet oder Notebook und 60 Prozent erlauben ausdrücklich auch die private Nutzung dienstlicher Geräte. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Personalverantwortlichen und Geschäftsführern von Unternehmen aller Branchen, die der Digitalverband Bitkom am 6. Januar 2020 vorstellte. Zudem setzen Arbeitgeber auf Gratisverpflegung und flexibles Arbeiten.

Erwerbstätigkeit steigt weiter, weniger Selbstständige

Erwerbstätigkeit steigt weiter, weniger Selbstständige

Im Jahresdurchschnitt 2019 waren rund 45,3 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die Ende vergangener Woche veröffentlicht wurden, lag die Zahl der Erwerbstätigen 2019 um 402.000 Personen oder 0,9 Prozent höher als im Vorjahr. 2018 hatte die Zuwachsrate noch 1,4 Prozent betragen. Damit setzte sich der nun seit 14 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit weiter fort, allerdings mit abgeschwächter Dynamik. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überwogen laut Destatis die Effekte des demografischen Wandels, sodass 2019 die höchste Erwerbstätigenzahl seit der Wiedervereinigung erreicht wurde. Überdies stellt Destatis fest, dass die Erwerbstätigenzahl in Dienstleistungsbereichen überdurchschnittlich steigt. Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war die Zahl der Arbeitnehmer, die im Jahresdurchschnitt 2019 um 475.000 Personen oder 1,2 Prozent wuchs. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Zahl der marginal Beschäftigten weiter rückläufig. Die Zahl der Selbstständigen, einschließlich mithelfender Familienangehöriger, sank im selben Zeitraum um 73.000 Personen oder 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Zuletzt hatte es mit 4,13 Millionen Personen 2003 weniger Selbstständige gegeben. Zur Einordnung bietet sich die letzte Freiberufler-Statistik an: In Summe arbeiteten zu Jahresbeginn 2019 rund 5.462.000 Personen in den Freien Berufen, plus 3,1 Prozent. Und entgegen dem auch nun wieder attestierten Trend kletterte die Zahl der selbstständigen Freiberufler zum Jahresbeginn 2019 auf 1.432.000, ein Plus von 1,8 Prozent. Damit bleiben die Freien Berufe nicht nur Beschäftigungsmotor, sondern werden als Säule der Selbstständigen immer wichtiger.

Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erwarten 2020 höhere Umsätze

Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erwarten 2020 höhere Umsätze

Während die meisten Forschungsinstitute für 2020 nur mit einem Wirtschaftswachstum von 1% rechnen, hat die konjunkturelle Abschwächung 2019 bei den Rechtsanwälten, Steuerberater Wirtschaftsprüfern keine bleibenden Spuren hinterlassen. Für 2020 rechnen zwei Drittel der vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung befragten Berater mit steigenden Umsätzen, berichtet das Handelsblatt vom 7. Januar 2020.

Bereits in 2019 konnten rund 45 % der Beraterfirmen ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Das hat dazu geführt, dass die Auftragsbestände bei jedem dritten Berater zum Jahresanfang 2020 „unverhältnismäßig hoch“ sind. Da auch die beratenden Berufe unter dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern leiden, dürfte ein großer Teil der steigenden Umsätze auf die Erwartung zurückzuführen sein, Honorarerhöhungen durchsetzen zu können.

Erfahrungsgemäß sind die beratenden Berufe von einem wirtschaftlichen Abschwung nicht zu stark betroffen wie die Gesamtwirtschaft. In wirtschaftlichen schwierigen Zeiten nehmen Beratungen in rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Fragen eher zu. Gerade in Zeiten des Abschwungs erwarten Investoren und Kreditgeber fundierte und zügiger erstellte Jahresabschlüsse, Planungs- und Liquiditätsrechnungen.

H.-Michael Korth

Marktstrukturanalyse 2018

Marktstrukturanalyse 2018

Die Wirtschafgtsprüferkammer (WPK) legt ihre Strukturanalyse für den Wirtschaftsprüfungsmarkt in Deutschland vor. Die Bedeutung einzelner Marktsegmente für die Angebots- und Nachfrageseite wird dabei dargestellt. Zu den drei Anbietersegmenten im Sinne der Untersuchung zählen die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Gesellschaften der Next 12-Netzwerke sowie die sonstigen WP-Praxen. Darüber hinaus wird die zahlenmäßige Entwicklung der § 319a HGB-Unternehmen und ihrer Abschlussprüfer dargestellt. Weiterhin analysiert die WPK die Höhe und Struktur von Abschlussprüferhonoraren und von Umsatzerlösen bei Prüfern im § 319a HGB-Bereich. Neu hinzugekommen ist eine Untersuchung zur externen Rotation von Abschlussprüfern bei kapitalmarktorientierten Unternehmen.

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