März 2, 2026 | Aktuelles
Dieses Fazit zieht die KfW in einer Pressemitteilung vom 24. Februar 2026. Demnach trübt sich der Investitionsausblick im deutschen Mittelstand zu Beginn dieses Jahres deutlich ein. So zeigen Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels vom Januar 2026, dass sich mittelständische Unternehmen häufiger als in den Vorjahren in ihrer Investitionstätigkeit gehemmt sehen. Sämtliche Investitionshemmnisse werden derzeit stärker wahrgenommen. Maßgeblich bleibt dabei der bekannte Dreiklang aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hohen Kosten für Material, Energie und Löhne sowie belastenden gesetzlichen Vorgaben. Da auf den Mittelstand nahezu die Hälfte der jährlichen Unternehmensinvestitionen entfällt, sind aus Sicht der KfW gezielte Impulse erforderlich, um die Investitionsbereitschaft wieder zu stärken.
Feb. 13, 2026 | Aktuelles
2024 arbeiteten in Deutschland rund 13,1 Millionen Menschen in Teilzeit, wobei knapp 30 Prozent davon ihren Arbeitsumfang auf eigenen Wunsch reduziert haben, häufiger Frauen als Männer. Ein wichtiger weiterer Grund für Teilzeit war die Betreuung von Angehörigen, was besonders von Frauen deutlich häufiger genannt wurde als von Männern. Zudem nannten knapp zwölf Prozent der Teilzeitbeschäftigten Aus- oder Weiterbildung oder Studium als Grund, wobei dieser Anteil bei Männern höher war. Weitere Gründe waren eigene Krankheit/Behinderung und der Wunsch nach Vollzeit, ohne eine passende Stelle zu finden. Insgesamt lag die Teilzeitquote aller Erwerbstätigen bei knapp 31 Prozent mit einem deutlich höheren Anteil bei Frauen als bei Männern. Darüber berichtete das Statistische Bundesamt Ende des vergangenen Monats.
Feb. 13, 2026 | Aktuelles
Der Anteil mittelständischer Unternehmen in Deutschland, die Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Während zwischen 2016 und 2018 nur vier Prozent der kleinen und mittleren Firmen KI einsetzten, waren es zwischen 2022 und 2024 bereits 20 Prozent. In absoluten Zahlen sind das knapp 780.000 Unternehmen. Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels, die am 11. Februar 2026 veröffentlicht wurden. Dabei schreiten laut der Autorinnen und Autoren vor allem große Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden voran: Hier hatten zuletzt 36 Prozent KI im Einsatz, nach nur sechs Prozent zwischen 2016 und 2018. Aber auch bei kleinen Unternehmen mit unter fünf Beschäftigten nutzten in den Jahren 2022 bis 2024 immerhin 19 Prozent KI.
Feb. 13, 2026 | Aktuelles
Die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland stiegen 2025 im Durchschnitt um 6,7 Prozent an und verzeichnen damit den zweiten Rekordanstieg in Folge. Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben erhielten durchschnittlich 1.209 Euro brutto pro Monat. Besonders hohe Vergütungen gab es im öffentlichen Dienst sowie in Industrie und Handel, während sie in Landwirtschaft (1.188 Euro), Freien Berufen (1.098 Euro) und Handwerk (1.093 Euro) unter dem Durchschnitt lagen. Insgesamt haben die starken Anstiege die realen Einkommensverluste der Vorjahre weitgehend ausgeglichen. Unter den Bundesländern hielt weiterhin Baden-Württemberg die Spitzenposition mit durchschnittlich 1.257 Euro, gefolgt von Hamburg mit 1.224 Euro. Am niedrigsten waren die tariflichen Ausbildungsvergütungen in Rheinland-Pfalz (1.186 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1.185 Euro). Darüber berichtete das Bundesinstitut für Berufsbildung Ende vergangener Woche.
Jan. 26, 2026 | Aktuelles
Der deutsche Wohnungsmarkt steht erheblich unter Druck: Für 2026 wird ein Rückgang der Neubautätigkeit um rund 15 Prozent erwartet, während sich die negative Entwicklung entgegen dem europäischen Trend fortsetzt. Mangel an Wohnraum in den Städten, steigende Mieten, hohe bürokratische Hürden sowie zusätzliche Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und soziale Aspekte verschärfen die Lage, verstärkt durch den demografischen Wandel. Gesucht werden wissenschaftliche und journalistische Arbeiten, die Ursachen dieser Fehlentwicklungen analysieren und praxisnahe Lösungsansätze entwickeln: Wie kann Politik regulierend eingreifen, ohne den Markt zu lähmen, und welche neuen Technologien und Wohnkonzepte können den Wohnungsmarkt langfristig zukunftsfähig machen und Markt- wie Staatsversagen überwinden? Teilnehmen können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Medienschaffende, deren Arbeiten seit dem 1. Januar 2024 in deutscher oder englischer Sprache veröffentlicht wurden und die zum Bewerbungsschluss das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Weitere Informationen gibt es hier.
Jan. 26, 2026 | Aktuelles
Die jüngste BFB-Konjunkturumfrage zeigt: Die Stimmung kippt und die Ernüchterung wächst. Zwar bewertet knapp die Hälfte der befragten Freiberuflerinnen und Freiberufler ihre Geschäftslage als gut, doch rund ein Viertel rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung. Die gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich damit zunehmend spürbar auf die Freien Berufe aus. BFB-Präsident Dr. Stephan Hofmeister fordert eine konsequent mittelstandsgerechte Politik. Freie Berufe und Mittelstand seien tragende, standorttreue Strukturen und müssten stärker in den Mittelpunkt der politischen Praxis rücken. Trotz der angespannten Lage zeichnet sich weiterer Beschäftigungszuwachs ab. Jede beziehungsweise jeder Achte plant in den kommenden zwei Jahren Neueinstellungen, rund sieben von zehn Befragten wollen ihren Mitarbeiterstamm stabil halten. Die Rheinische Post berichtete vorab am 19. Januar 2026 exklusiv über die Ergebnisse.