Steuerstundungen

Steuerstundungen

Der Bund will mit den Ländern beraten, ob wegen der Corona-Krise gewährte Steuerstundungen über das Jahresende hinaus angeboten werden sollen. Dies teilt die Bundesregierung in einer Antwort (19/24311) auf eine Kleine Anfrage mit, über die der Deutsche Bundestag am 30. November 2020 informierte. Für die Stundung von Umsatz-, Einkommen- und Körperschaftsteuer seien grundsätzlich die Länder zuständig, erläutert die Regierung. Nach ihren Angaben sind zwischen 19. März und 30. September 2020 knapp 13 Milliarden Euro an fälligen Umsatzsteuern gestundet worden. Das sind gut sieben Prozent des Jahresaufkommens von 2019. Dazu kommen knapp sechs Milliarden bei anderen Steuerarten. Zur Stundung von Beiträgen zur Sozialversicherung liegen der Bundesregierung keine aktuellen Zahlen vor.

Corona-Krise bedroht Existenz von 15 Prozent der deutschen Firmen

Corona-Krise bedroht Existenz von 15 Prozent der deutschen Firmen

Das ist ein Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo Instituts, die am 1. Dezember 2020 veröffentlicht wurde. Im Juni 2020 lag der Wert bei 21 Prozent. Gleichwohl fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und -veranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 62 Prozent der Gaststätten. Am unteren Ende der Skala rangieren IT-Dienstleister mit fünf Prozent und Rechts- und Steuerberater mit drei Prozent. Im Schnitt betrifft die Existenzgefährdung die Dienstleister zu 19 Prozent (Juni: 27 Prozent). Im Handel sind es 14 Prozent (Juni: 18 Prozent), dabei derzeit im Einzelhandel 18 und im Großhandel zehn Prozent. Die Industrie verzeichnet einen Wert von elf Prozent, im Juni waren es noch 17 Prozent. Der Wert für den Bau liegt bei vier Prozent.

Beanspruchung der Corona-Hilfen

Beanspruchung der Corona-Hilfen

Auf seiner Website veröffentlicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wöchentlich einen illustrierten Überblick zu den bewilligten Finanzierungsvolumen. Insgesamt wurden bis zum Stichtag 1. Dezember 2020 Corona-Hilfen im Volumen von 71 Milliarden Euro bewilligt. Diese setzen sich zusammen aus dem KfW-Sonderprogramm (45,3 Milliarden Euro), dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (6,5 Milliarden Euro), Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (1,4 Milliarden Euro) und Großbürgschaften (2,7 Milliarden Euro) sowie den Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler (13,7 Milliarden Euro; nur Bundesmittel; Antragstellung bis 31. Mai 2020). Im Rahmen des Überbrückungshilfeprogramms I (Fördermonate Juni bis August 2020, Antragstellung bis 9. Oktober 2020) für kleine und mittelständische Unternehmen wurden bisher etwa 1,4 Milliarden Euro bewilligt. Das Überbrückungshilfeprogramm II (Fördermonate September bis Dezember 2020) startete am 21. Oktober 2020, bisher wurden rund 42.000 Anträge im Volumen von 0,9 Milliarden Euro gestellt. Seit 25. November 2020 ist zudem die Antragstellung auf Novemberhilfe möglich. Es sind bisher etwa 68.000 Anträge mit einem Fördervolumen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro eingegangen, Auszahlungen erfolgen seit 26. November 2020.

Kaum Probleme bei der Umsetzung von Homeoffice

Kaum Probleme bei der Umsetzung von Homeoffice

Das ist ein zentrales Ergebnis einer Befragung des ifo Instituts unter Managern und Personalleitern, die am 23. November 2020 veröffentlicht wurde. Danach berichten 84 Prozent der Firmen, die Umstellung sei ihnen leichtgefallen. Wenn sich doch Schwierigkeiten ergaben, lag es an mangelnden technischen Voraussetzungen (55 Prozent) und insbesondere fehlender Bandbreite (40 Prozent). Außerdem nannten die Befragten dieser Gruppe eine erschwerte Kommunikation zwischen Angestellten (54 Prozent), mangelnde Abstimmung (40 Prozent), eine erschwerte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Kinderbetreuung (40 Prozent) sowie Mehrbelastung und Stress für die Beschäftigten (30 Prozent). Mangelnde Motivation (19 Prozent) oder mangelnde IT-Kenntnisse (18 Prozent) spielten eine untergeordnete Rolle. Das Arbeitsergebnis der Beschäftigten im Homeoffice war für 44 Prozent unverändert. 37 Prozent sagten, es sei schlechter als ohne Homeoffice – auch bei den Firmen, die keine Umstellungsprobleme hatten. 18 Prozent sagten, im Homeoffice seien die Ergebnisse besser. Verglichen zum persönlichen Kontakt am Arbeitsplatz leidet für 59 Prozent die Zusammenarbeit in der Heimarbeit, 34 Prozent sehen keine Veränderung, sieben Prozent finden sie besser.

Unternehmen unsicher über Geschäftsverlauf

Unternehmen unsicher über Geschäftsverlauf

Den Unternehmen fällt es wegen Corona derzeit schwer, die Entwicklung ihrer Geschäfte vorherzusagen. Das teilte das ifo Institut Ende vergangener Woche auf Grundlage einer Umfrage mit, die die Unsicherheit von Unternehmen erfasst. Auf einer Skala von null bis 100 betrug der Wert im Oktober 64,3. Das ist niedriger als im April mit dem Corona-Höhepunkt von 73,8, aber noch deutlich höher als im Februar, als der Wert bei 55 lag.

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