Gründungsdynamik 2025 steigt, Strukturwandel zugunsten der Freien Berufe setzt sich fort

Gründungsdynamik 2025 steigt, Strukturwandel zugunsten der Freien Berufe setzt sich fort

Laut Mitteilung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn vom 21. April 2026 wird sowohl im gewerblichen Bereich als auch in den Freien Berufen und in der Land- und Forstwirtschaft (nicht-gewerblicher Bereich) wieder mehr gegründet: Insgesamt wurden 2025 rund 395.000 selbstständige Tätigkeiten im Vollerwerb aufgenommen. Von allen Existenzgründungen entfallen rund 277.000 auf das Gewerbe. In den Freien Berufen wurden 2025 rund 110.000 Existenzgründungen registriert. Einzelne statistische Umstellungen können die ausgewiesenen Werte laut IfM geringfügig beeinflussen. Aber grundsätzlich zeichnet sich in allen drei Tätigkeitsbereichen ein regeres Gründungsgeschehen als in den Vorjahren ab. Zudem hat sich der Strukturwandel zugunsten der Freien Berufe fortgesetzt, die weiblich geprägt bleiben: 54,3 Prozent der freiberuflichen Gründungen entfallen auf Frauen (Vorjahreswert 54,9 Prozent).

Ausbildungsberufe der Freien Berufe wieder in TOP 3

Ausbildungsberufe der Freien Berufe wieder in TOP 3

Wie das Statistische Bundesamt am 21. April 2026 mitteilte, begannen 2024 besonders viele weibliche Auszubildende eine Ausbildung in Berufen der Freien Berufe, insbesondere als Medizinische Fachangestellte, die mit 9,4 Prozent der häufigste Ausbildungsberuf bei Frauen war. Die Freien Berufe zeichnen sich insgesamt durch einen hohen Frauenanteil aus: In ihrem Ausbildungsbereich lag der Anteil weiblicher Auszubildender an den neuen Ausbildungsverträgen zuletzt bei rund 89 Prozent. Zugleich gehören die Freien Berufe mit über 100.000 Auszubildenden zu den bedeutenden Bereichen der dualen Ausbildung. Mehr Informationen gibt es in der BFB-Pressemitteilung vom 23. April 2026.

BFB beim Netzwerktreffen für Unternehmerinnen im BMWE

BFB beim Netzwerktreffen für Unternehmerinnen im BMWE

Gitta Connemann MdB (CDU), Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, eröffnete am 15. April 2026 das neunte Netzwerktreffen des Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Berlin. Sie dankte allen 50 Beteiligten des neu aufgelegten Aktionsplans für ihr aktives Engagement, um die Rahmenbedingungen für selbstständige Frauen und Unternehmerinnen zu verbessern. Für den BFB war Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki dabei. Der Aktionsplan wurde zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode thematisch neu aufgestellt. Die über 60 Maßnahmen zielen darauf, mehr Frauen für die berufliche Selbstständigkeit und Unternehmensübernahmen zu begeistern. Mit ihren Leistungen, vielfältigen und kreativen Aktivitäten setzen die verantwortlichen Akteurinnen und Akteure zugleich ein zuversichtliches Signal in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die 41 bisher beteiligten Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner verstetigen ihr Engagement und intensivieren ihre Maßnahmen. Neun weitere leistungsstarke Organisationen verstärken ab sofort die Initiative. Das geht aus einer Pressemitteilung des BMWE vom 15. April 2026 hervor.

Steuerdebatte: BFB und weitere Verbände warnen vor Mehrwertsteuer-Erhöhung

Steuerdebatte: BFB und weitere Verbände warnen vor Mehrwertsteuer-Erhöhung

In einem gemeinsamen Brief an den Bundeskanzler begrüßen der Handelsverband Deutschland, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, der BFB und DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV zwar das Ziel, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger steuerlich zu entlasten – lehnen eine Gegenfinanzierung über eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent jedoch ab. Eine solche Maßnahme würde Preise weiter treiben, den Konsum schwächen und den Standort Deutschland zusätzlich belasten. Stattdessen fordern die Verbände ein wachstumsorientiertes Gesamtkonzept: niedrigere Lohnnebenkosten durch eine Deckelung der Sozialabgaben, spürbare Entlastungen bei den Energiekosten sowie einen konsequenten Abbau von Bürokratie. Klar sei: Strukturreformen statt neuer Belastungen sind jetzt entscheidend. Weitere Informationen gibt es hier.

KfW Award Gründen 2026: Jetzt bewerben

KfW Award Gründen 2026: Jetzt bewerben

Die Bewerbungsphase für den KfW Award Gründen 2026 ist gestartet: Seit dem 1. April 2026 können sich Start-ups und junge Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland bewerben, die ab 2021 gegründet oder im Zuge der Nachfolge übernommen wurden. Bewerbungsschluss ist der 1. Juli 2026. Der Award würdigt innovative und kreative Geschäftsideen sowie unternehmerische Leistungen und legt einen Fokus auf soziale Verantwortung oder einen gesellschaftlichen Mehrwert der Konzepte. Insgesamt werden 35.000 Euro Preisgeld vergeben, darunter Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene sowie ein Sonder- und Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am 4. November 2026 in Berlin statt. Neben Preisgeldern profitieren die Gewinner von professioneller PR-Unterstützung und wertvollen Netzwerkmöglichkeiten. Die KfW bietet Unternehmerinnen und Unternehmern zudem verschiedene Förderprogramme bei Gründung oder Unternehmensnachfolge.

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