Die tatsächlichen Bürokratiekosten werden nach Einschätzung von Friedhelm Gross, Jonathan Hild und Stefan Kolev vom Ludwig-Erhard-Forum bislang unzureichend erfasst. In einem FAZ-Gastbeitrag vom 5. Oktober 2026 verwiesen sie auf die zunehmende Regelungsdichte: Die Zahl der Einzelnormen in deutschen Gesetzen und Rechtsverordnungen sei zwischen 1991 und 2026 um 27 Prozent, das Wortvolumen um 81,7 Prozent gestiegen. Die Kennzahl des laufenden Erfüllungsaufwands erfasse lediglich Veränderungen gegenüber der geltenden Rechtslage. Kosten des bestehenden Regelwerks, Wechselwirkungen zwischen Vorschriften und entgangene Investitionen blieben unberücksichtigt; EU-Recht werde nicht vollständig erfasst. Die Autoren plädieren für eine umfassendere quantitative Bürokratieforschung als Grundlage wirksamer Entlastung.

Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen, wie das Erkennen von Ihnen bei der Rückkehr zu unserer Website aus und helfen unserem Team zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.