Apr. 10, 2026 | Aktuelles
CDU/CSU und SPD wollen Selbstständige in die staatlich geförderte private Altersvorsorge einbeziehen. Nach zweiter und dritter Lesung des Gesetzes am 26. März 2026 soll das geplante Altersvorsorgedepot ab 2027 Investitionen in ETFs ermöglichen, die Beitragsgarantie entfällt. Vorgesehen sind staatliche Zulagen von 50 Cent pro Euro bis 360 Euro jährlich sowie 25 Cent bis zu einem Sparbetrag von 1.800 Euro. Auch Kindervorsorgezulagen und Schutzmechanismen für Solo-Selbstständige sind geplant. Der BFB hatte sich für diese Einbeziehung eingesetzt. Das Altersvorsorgereformgesetz (21/4088) wurde am 26. Februar 2026 in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Nach öffentlicher Anhörung (13. März 2026) ist die finale Abstimmung heute terminiert.
Apr. 10, 2026 | Aktuelles
Turnusmäßig startet aktuell die Konjunkturbefragung der Freien Berufe, die das IFB im Auftrag des Bundesverbands der Freien Berufe e.V. (BFB) halbjährig durchführt.
Dieses Mal stehen dabei – neben den aktuellen konjunkturellen Entwicklungen – die Arbeitsmodelle der Freiberuflerinnen und Freiberufler im Fokus. Genau genommen will das IfB unter anderem der Frage nachgehen, warum sich für die Selbstständigkeit oder das Angestelltenverhältnis entschieden wurde bzw. wie typische Erwerbsbiografien bei Freiberuflern zustande kommen.
Da das IfB für belastbare Aussagen eine möglichst breite Datenbasis über die freiberuflichen Berufsbilder benötigt, ist es auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Link: www.t1p.de/konjunktur26-1
Online bis: 26.05.2026
März 13, 2026 | Aktuelles
Wie das Statistische Bundesamt Ende vergangener Woche mitteilte, stieg der Umsatz im deutschen Dienstleistungssektor (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) 2025 real um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders relevant für freiberufliche Tätigkeiten: Die Umsätze in freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen erhöhten sich real um 2,2 Prozent. Insgesamt gehörte dieser Bereich damit zu den wachsenden Segmenten innerhalb der Dienstleistungswirtschaft. Die Entwicklung zeigt, dass freiberufliche Dienstleistungen weiterhin eine stabile und leicht wachsende Rolle im deutschen Dienstleistungssektor spielen.
März 13, 2026 | Aktuelles
Die Bundesregierung bekräftigt ihr Ziel, den Bezug des Elterngelds zu vereinfachen und zu digitalisieren. Allerdings nennt sie in der entsprechenden Antwort (21/4446) auf eine Kleine Anfrage keinen genauen Zeitpunkt dafür. Darüber berichtete der Deutsche Bundestag am 11. März 2026. Mit den Empfehlungen der Kommission zur Sozialstaatsreform vom 27. Januar 2026 lägen konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Zugangs und des Vollzugs von familienbezogenen Leistungen vor, heißt es in der Antwort weiter. „Die Kommission empfiehlt unter anderem einen einheitlichen und zentralen digitalen Zugang zu allen Sozialleistungen – also auch den familienbezogenen Leistungen. Der BFB setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, insbesondere für selbstständige Freiberuflerinnen, für die weiterhin zentrale Hürden bestehen. Die Reform des Elterngelds ist ein wichtiger Bestandteil dieser Position und wird vom BFB auch in politischen Gesprächen sowie gemeinsam mit anderen Verbänden vertreten.
März 10, 2026 | Aktuelles
Die Bundesregierung beschloss bei ihrer Kabinettssitzung am 4. März 2026 einen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Designrechts. Damit soll der Designschutz an die Reform der Europäischen Union und an digitale Entwicklungen wie animierte Logos, digitale Oberflächen und 3D-Modelle angepasst werden. Künftig sollen auch digitale Produkte und virtuelle Gestaltungen ausdrücklich als Design geschützt werden können. Zudem sollen Anmeldeverfahren vereinfacht und schneller werden. Ein neues Eintragungssymbol Ⓓ soll künftig anzeigen, dass ein Design geschützt ist.
März 10, 2026 | Aktuelles
Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einem Referentenentwurf zur Reform des Statusfeststellungsverfahrens für Selbstständige bei der Deutschen Rentenversicherung. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, könne sie aktuell keine Details zu den Inhalten weitergeben, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/4263) auf eine Kleine Anfrage, über die der Deutsche Bundestag am 3. März 2026 berichtete. Aus der Antwort geht auch hervor, dass sich die durchschnittlichen Laufzeiten für ein optionales Statusfeststellungsverfahren von 80 Tagen 2021 auf 56 Tage im vergangenen Jahr reduziert haben. Ziel der vorgesehenen Reform des Statusfeststellungsverfahrens sei es, die Bestimmung des sozialversicherungsrechtlichen Erwerbsstatus zu erleichtern. Dies könne auch zu einer weiteren Beschleunigung des Statusfeststellungsverfahrens beitragen, erläutert die Regierung. Der BFB hat, auch in enger Zusammenarbeit mit dem Verband der Gründer und Selbstständigen VGSD, in der Vergangenheit wiederholt auf eine zügige und praxisgerechte Umsetzung der im Koalitionsvertrag enthaltenen Vorhaben zur schnellen, rechtssicheren und transparenten Reform des Statusfeststellungs-verfahrens hingewiesen, zuletzt im Austausch mit dem Bundeskanzleramt im Dezember 2025. Das Thema betrifft die Freien Berufe vor allem deswegen, weil rund 1,49 Millionen Menschen in den Freien Berufen selbstständig sind, und davon wiederum – geschätzt 20 Prozent – als Solo-Selbstständige. Der BFB wird sich auch hinsichtlich des wohl im Juni 2026 zu erwartenden Referentenentwurfs positionieren, auch im Verbund mit weiteren Wirtschaftsverbänden. Geplant ist hierzu auch ein Austausch im Rahmen des BFB-Arbeitskreises Berufsrecht, voraussichtlich noch in diesem Monat. Im Kontext des Schutzes von Selbstständigkeit ist auch der aktuelle Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD zum Entwurf eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze (BT.-Drs. 21/3541) zu betrachten, der vorsieht, dass die Übergangsregelung für Lehrtätigkeiten bis 31. Dezember 2027, das heißt um ein Jahr, verlängert wird. Nach Auslaufen der Sonderregelung zum 31. Dezember 2027 soll allerdings auch für Lehrkräfte wieder das für alle Berufsgruppen dann geltende allgemeine Recht über die Bestimmung des Erwerbsstatus und die Sozialversicherungspflicht gelten. Hier bedarf es ganz klar weiterer Vorschläge, die Rechtssicherheit für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform mit langfristig tragfähigen Lösungen für alle Berufsgruppen schaffen.