Die Beschäftigung in Berufen, deren Tätigkeiten potenziell stark von Künstlicher Intelligenz (KI) beeinflusst werden können, ist in Deutschland zwischen Dezember 2019 und Dezember 2025 um 8,3 Prozent gestiegen. Das zeigt eine am 13. Oktober 2026 veröffentlichte Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Ende 2025 übten rund 12,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sogenannte KI-nahe Tätigkeiten aus. Besonders hoch ist deren Anteil unter Beschäftigten mit anspruchsvollen Tätigkeiten: Bei den Experten liegt er bei 88 Prozent, bei den Spezialisten bei 50 Prozent. Hinweise auf einen verstärkten Arbeitsplatzabbau in KI-nahen Berufen finden sich bislang nicht. Auch das Arbeitslosigkeitsrisiko unterscheidet sich kaum von dem in KI-fernen Berufen. Eine Entwarnung gibt das IW dennoch nicht: Die Untersuchung erfasst das Potenzial für den KI-Einsatz, nicht aber dessen tatsächliche Nutzung. Zudem könnten sich Auswirkungen auf die Beschäftigung erst mit Verzögerung zeigen.

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